WAS KANN ICH TUN?
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Migration und Flüchtlinge
Die kulturelle Vielfalt in der Schule, am Arbeitsplatz sowie die globale Vernetzung nehmen zu. Deshalb sind Strategien gefragt, diese Entwicklungen in berufliche Chancen für junge Migranten umzuwandeln.
Tatsache ist, junge Migranten haben tendenziell schlechtere berufliche Perspektiven als andere Bevölkerungsgruppen. Rund 15 Prozent der Jugendlichen verlassen die Schule ohne Abschluss. Zudem ist der Anteil der Migranten zwischen 20 und 30 Jahren ohne Berufsausbildung wesentlich höher als bei Deutschen.

Mit dem aktuellen Schwerpunktthema will SCHULEWIRTSCHAFT Unsicherheiten abbauen, über Ursachen unterschiedlicher Bildungsniveaus informieren und konkrete Strategien bündeln. Möglicherweise verschenken wir sonst Potenziale für Deutschland und die deutsche Wirtschaft.

Das Zauberwort für eine gelungene Integration heißt Teilhabe - sowohl auf beruflicher, wie gesellschaftlicher Ebene. Dies erst ermöglicht Zugänge zu Bildung und Beschäftigung. Kurzum: ohne Abschluss keine Ausbildung - ohne Ausbildung kein Job.

Bildung baut stabile Brücken ins Berufsleben
Sprache ist der Schlüssel, der Türen zur Bildung öffnet. Deutschkenntnisse sind für die soziale Eingliederung sowie den geglückten Berufsstart unerlässlich. In sechs von zehn Migrantenfamilien wird zu Hause indes überwiegend in der Heimatsprache gesprochen.

Entscheidend wird es darauf ankommen, so früh wie möglich Deutsch zu lernen - idealerweise schon im Kindergarten.

Um Nutzen aus dem Plus an kultureller Vielfalt zu ziehen, müssen Schüler, Lehrer, Eltern sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen. Ein konkreter Ansatz ist es, verstärkt interkulturelle Faktoren bei der Berufsorientierung zu berücksichtigen. Das heißt konkret, positive Eigenschaften - Fähigkeiten, Vorlieben, Stärken - des Migrationshintergrunds zu erkennen, die für eine erfolgreiche Schullaufbahn bzw. Ausbildung wesentlich sein können.

SCHULEWIRTSCHAFT leistet Orientierungshilfe im aktuellen bildungspolitischen Diskurs, belebt den konstruktiven Dialog und verbindet praxiserprobte Projekte. Das Netzwerk organisiert Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen, stellt direkte Kontakte zu den Ausbildungsverantwortlichen her. Speziell Unternehmer mit Migrationshintergrund werden zur Mitarbeit motiviert.