WAS KANN ICH TUN?
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Ökonomische Bildung
Ökonomische Zusammenhänge wirken in nahezu alle Lebensbereiche hinein. Dennoch bleibt die Welt der Wirtschaft für viele junge Menschen ein unbekanntes Terrain. Schule kann Wirtschaft im Klassenzimmer lebendig machen.
Wie funktioniert Soziale Marktwirtschaft? Warum streben Unternehmen nach Gewinn? Welche Rahmenbedingungen braucht Wettbewerb? Was meint Angebot und Nachfrage? Fragt man Schülerinnen und Schüler danach, folgt oft ein Schulterzucken oder Kopfschütteln.

Knapp 40 Prozent der Jugendlichen räumen ein, sich in Wirtschafts- und Finanzfragen kaum oder gar nicht auszukennen. Drei Viertel von ihnen wünschen sich mehr Wirtschaftsthemen im Unterricht und ebenso viele begrüßen ein eigenständiges Schulfach Wirtschaft. Die Zahlen der Jugendstudie 2015 vom Bundesverband deutscher Banken zeigen: Junge Menschen sind sich ihrer Wissenslücken durchaus bewusst und stehen der Vermittlung ökonomischer Grundlagen deshalb aufgeschlossen gegenüber.

Kein "Buch mit sieben Siegeln" - sondern konkreter Alltag

Tatsächlich werden Wirtschaftsthemen an allgemeinbildenden Schulen jedoch meist weder ausreichend noch sachlich angemessen behandelt. Vielen Lehrplänen und Schulbüchern liegt ein eng begrenztes Wirtschaftsbild zu Grunde. Themen wie Strukturwandel, Verteilungsgerechtigkeit und Arbeitslosigkeit sind vorherrschend, während Aspekte wie unternehmerische Verantwortung kaum Erwähnung finden. Zu diesem Ergebnis kommt die bundesweite Schulbuchanalyse des IW Köln.

Deshalb setzt genau hier SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland mit seinen Aktivitäten an, die maßgebliche Impulse für Lehrer und Schüler aller Schulformen liefern. SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland versteht ökonomische Bildung als Bestandteil einer fundierten Allgemeinbildung. Die in Kooperation mit der Wirtschaft und Schulen erstellten Unterrichtsmaterialien ermöglichen es den Lehrkräften Themen so praxisnah zu präsentieren, dass Schüler sagen können: Hier macht Wirtschaft Spaß.

Mit einer breiten Palette an Projekten und Veranstaltungen (z. B. Lehrerfortbildungen, Wirtschaftswochen, Sommerakademien, Schülerfirmen) tragen die Landesarbeitsgemeinschaften ökonomische Bildung in die Schule. Gerade Jugendliche, die in einer Schülerfirma aktiv sind, ergreifen selbst die Initiative. Sie erleben unternehmerische Abläufe und erfahren dadurch, dass Verantwortung und Entscheidungsfähigkeit wesentliche Merkmale im Leben sind.

Wirtschaft lässt sich besonders anschaulich in der betrieblichen Realität vor Ort begreifen - im wahrsten Sinne des Wortes. Unternehmen aus dem Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT öffnen deshalb Schülern sowie Lehrkräften regelmäßig die Tore für Betriebserkundungen und Praktika.