16.04.2008

BDA und BDI: Mitarbeiterkapitalbeteiligung darf nicht zu Lasten der Altersvorsorge gehen

Zum geplanten Ausbau der Mitarbeiterkapitalbeteiligung erklären Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt und BDI-Präsident Jürgen R. Thumann:

Das Konzept geht an den meisten Arbeitnehmern und Arbeitgebern vorbei. Es wendet sich in erster Linie an die Beschäftigten von Aktiengesellschaften. Auch der vorgeschlagene Fonds wird den Interessen des Mittelstands und seiner Beschäftigten nicht gerecht.

Mit einer Erhöhung des steuer- und beitragsfreien Anlagebetrages würde im Endeffekt die Mitarbeiterkapitalbeteiligung stärker gefördert als die betriebliche Altersvorsorge, da Betriebsrenten im Alter steuer- und beitragspflichtig sind. Dieses Ergebnis wäre absurd. Deshalb muss gewährleistet werden, dass der weitere Aufbau der kapitalgedeckten Altersvorsorge nicht gefährdet wird. Darüber hinaus wird auch die Erfolgsbeteiligung, die eine flexible und risikofreie Beteiligung der Mitarbeiter an der wirtschaftlichen Entwicklung ermöglicht, diskriminiert, weil davon Steuern und Beiträge abgezogen werden.


PRESSE - INFORMATION Nr. 030 / 2008, 16. April 2008
WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN