05.05.2008

Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt bekräftigt Engagement gegen Fachkräftemangel: Deutschlandweite Initiative wirbt um MINT-Nachwuchs

Vermehrt Fachkräfte mit den Qualifikationen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu gewinnen – das ist das Ziel der neuen Initiative „MINT Zukunft schaffen“, für die heute im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin der Startschuss fiel. Bei der Vorstellung der Initiative warnte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt nachdrücklich vor den Folgen des dramatischen Fachkräftemangels in Deutschland. Vor der Presse sagte Hundt: „Die Auswirkungen des Fachkräftemangels in den Unternehmen werden immer deutlicher sichtbar und führen zu erheblichen Verlusten in der Wirtschaft. Die großen Innovationsfelder unserer Gesellschaft wie beispielsweise Nano- und Biotechnologien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien, aber auch die anwendungsorientierten Bereiche wie der Automobil- und Maschinenbau, die Elektroindustrie oder die Umwelt- und Energietechnik brauchen hoch qualifizierte Fachkräfte. Das gleiche gilt für Dienstleistungsbereiche wie Banken und Versicherungen. Diese fehlen in zunehmenden Maße, es droht eine fatale Entwicklung.“ Den Wertschöpfungsverlust für die deutsche Wirtschaft bezifferte Hundt mit rund 18,5 Milliarden Euro jährlich.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Andreas Storm, sagte am Montag in Berlin: „Wir wollen mehr junge Menschen für einen Beruf im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern. Hier gibt es nicht nur eine stetig wachsende Nachfrage nach Fachkräften, sondern auch fas-zinierende Beschäftigungsmöglichkeiten. Das Jahr der Mathematik, die Einführung des Freiwilligen Technischen Jahres und die Initiative „Haus der kleinen Forscher“ sind einige der zentralen Maßnahmen, mit denen die Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung dem Fachkräftemangel in MINT-Berufen begegnet.

Die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ tritt für eine Stärkung der MINT-Bildung in Deutschland ein. In den kommenden sechs Jahren bietet die Initiative den zahlreichen MINT-Projekten der Verbände und Unternehmen eine breite Multiplikationsplattform, um dem MINT-Anliegen bundesweit Gehör zu verschaffen. Der Vorsitzende der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ und Personalvorstand Deutsche Telekom AG, Thomas Sattelberger, sagte: „Wir wollen junge Menschen, insbesondere Mädchen, für MINT begeistern und die MINT-Ausbildung an unseren Schulen und Hochschulen stärken. MINT-Bildung ist keine berufliche Sackgasse, sondern eröffnet jungen Menschen vielfältigste Entwicklungsperspektiven. MINT-Bildung muss wieder zu einem Markenzeichen Deutschlands werden.“

Die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ legt ihr Augenmerk auf zwei Zielgruppen: Schüler und Schülerinnen ab Klasse 8 und deren Lehrkräfte werden gezielt angesprochen, um die Zahl der MINT-Studienanfänger sowie Ausbildungsbewerber zu erhöhen. Studierende der MINT-Fächer werden gefördert, um die extrem hohe Abbrecherquote in den MINT-Studiengängen zu senken und die Qualität der MINT-Absolventen zu sichern.

Mit dem heute freigeschalteten MINT-Portal www.mintzukunft.de existiert erstmals ein Wegweiser durch die MINT-Landschaft, der die vorhandenen Initiativen vernetzt und einen einfachen Zugang zur MINT-Thematik ermöglicht. MINT-Botschafter verleihen dem MINT-Gedanken ein menschliches Antlitz, sie sind Vorbilder und Ansprechpartner für die Jugend und transportieren die Faszination für MINT ins Klassenzimmer. Die Politische Vision 2015 definiert für Wirtschaft, Bildungsträger und Politik eindeutige Ziele für ihr MINT-Engagement. Das MINT-Barometer schafft Transparenz über Stand und Fortschritt der MINT-Ziele. MINT-Preise würdigen das große Spektrum an erfolgreichen Konzepten. MINT-Konferenzen vernetzen alle MINT-Begeisterten und stoßen neue Initiativen an.

Die Initiative im Internet: www.mintzukunft.de.


PRESSE - INFORMATION Nr. 037 / 2008, 5. Mai 2008
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