24.06.2008

BDA-Vizepräsident Dr. Gerhard F. Braun fordert eigenes Schulfach „Wirtschaft“ statt Häppchenwissen

Anlässlich der Schulbuchstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erklärt der Vorsitzende des Fachausschusses Bildung/Berufliche Bildung von BDA und BDI und Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, Dr. Gerhard F. Braun:

60 Jahre nach Einführung der Sozialen Marktwirtschaft fehlt in Deutschland noch immer eine umfassende ökonomische Bildung in der Schule. Dabei gehören ökonomische Kenntnisse zum Kern einer zeitgemäßen Allgemeinbildung. Statt Häppchenwissen brauchen wir ein eigenes Fach „Wirtschaft“ an allen weiterführenden Schulen. Ich appelliere an Bund und Länder, das Thema in die Tagesordnung des geplanten Bildungsgipfels aufzunehmen.

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Wirtschaft immer noch ein Randthema in der Schule ist. Vor allem das Bild des Unternehmers und seine Bedeutung als Motor der Wirtschaft kommen zu kurz. Wer jungen Menschen Mut zur Selbständigkeit machen will, muss anders vorgehen.

BDA und BDI fordern die Kultusminister und die Bundesbildungsministerin auf, gemeinsam mit der Wirtschaft einen 6-Punkte-Plan zur ökonomischen Bildung umzusetzen. Wir brauchen nationale Standards für ein Schulfach „Wirtschaft“ und für die Ausbildung der Lehrer. Die Schulen müssen Kinder und Jugendliche fit machen für ihre künftige Rolle als Arbeitnehmer oder Unternehmer, als Verbraucher und Konsument.


PRESSE - INFORMATION Nr. 053 / 2008, 24. Juni 2008
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