19.10.2007

Endlich ein Hauch von Wettbewerb

Die Exzellenzinitiative hat erstmals einen Hauch von Wettbewerb und frischen Wind in die Hochschulen gebracht, auch wenn die finanziellen Mittel nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“ sind, erklärte Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt in Berlin anlässlich der Verkündung der Sieger der zweiten und letzten Runde. Insbesondere die stärkere Vernetzung von hochschulischer und außerhochschulischer Forschung trägt dazu bei, die Versäulung des deutschen Wissenschaftssystems aufzubrechen. Differenzierte Stärken-Schwächen-Analysen innerhalb der Hochschulen und eine deutlichere Leistungsorientierung als bisher sind ebenfalls wichtige Pluspunkte dieses Wettbewerbs, betonte Hundt.

Wir brauchen jetzt dringend eine Exzellenzinitiative für die Lehre, die bisher weitgehend stiefmütterlich behandelt wurde. Qualität und Zukunftsorientierung der Lehre müssen stärker als bisher eine Rolle an den Hochschulen spielen, forderte Hundt. Auch für die Fachhochschulen müsste es einen Exzellenzwettbewerb geben, da sie in der Exzellenzinitiative nicht berücksichtigt worden sind. Im deutschen Hochschulsystem muss eine neue Qualitätskultur in der Lehre wachsen, verlangte Hundt. Gute Lehre mit Anwendungsorientierung und Praxisbezug kann auch helfen, die viel zu hohen Studienabbrecherquoten zu senken. Lehre dürfe nicht als Last behandelt werden, die gezwungenermaßen neben der Forschung zu erledigen sei.

Eine Spitzen-Hochschule zu sein, bedeute in der Lehre und in der Forschung hervorragende Resultate zu erzielen, hob Hundt hervor. Letztlich komme es auf mehr Wettbewerb in der Hochschullandschaft an, in dem Finanzmittel durch die Attraktivität sowohl in der Forschung wie in der Lehre erworben werden.

PRESSE - INFORMATION Nr. 84 / 2007, 19.10.2007
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