22.01.2010

Verleihung des Ehrentitels „Professor“ an Dr. Dieter Hundt

Ministerpräsident Günther H. Oettinger hat Dr. Dieter Hundt den Ehrentitel „Professor“ verliehen. Bei der Verleihung im Rahmen eines Empfangs am Mittwoch (20. Januar 2010) in der Villa Reitzenstein in Stuttgart würdigte der Regierungschef die langjährigen und vielfältigen Verdienste Hundts: „Dr. Dieter Hundt ist eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Wirtschaft. Er ist aber nicht nur einer der wichtigsten Repräsentanten der Arbeitgeber, sondern auch ein sehr erfolgreicher Unternehmer und sachkundiger Ratgeber für Politik und Gesellschaft. Wie kaum ein anderer vertritt Dr. Hundt den Gedanken der Sozialpartnerschaft glaubhaft und überzeugend“, sagte Ministerpräsident Oettinger in seiner Festansprache.
Hundt habe als Unternehmer die Herausforderungen der Globalisierung angenommen und aus einem „überschaubaren Werkzeugbauer“ eine international sehr erfolgreiche Unternehmensgruppe aufgebaut. Im eigenen Unternehmen hätte Hundt großen Wert auf fairen Umgang mit Gewerkschaften und Betriebsrat gelegt. Noch immer schlage sein Herz für mittelständische Strukturen und eigentümergeführte Unternehmen.

Seit 1988 sei Hundt, zunächst auf Landesebene, dann auch auf Bundesebene ein geschätzter und führender Repräsentant und Interessenvertreter der Wirtschaft. Als langjähriger Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sei er nachhaltig und beharrlich für Reformen am Arbeitsmarkt und in der Sozialpolitik eingetreten.

„Ihr profunder Rat ist in Politik, Wirtschaft, Verbänden und Gesellschaft sehr geschätzt. Durch Ihren großen Erfahrungsschatz, auch und gerade als mittelständischer Unternehmer, können Sie komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge in wenigen Sätzen erklären und entsprechende Lösungsvorschläge aufzeigen. In der öffentlichen Diskussion verstehen Sie es wie kaum ein anderer, den Blick auf das Wesentliche zu lenken“, erklärte der Ministerpräsident.

Engagierter Vertreter der sozialen Marktwirtschaft

Hundt sei aber immer auch ein engagierter Vertreter der sozialen Marktwirtschaft. „Dr. Hundt will den Sozialstaat reformieren, so dass er den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts standhält“, sagte der Regierungschef. Durch seine Fähigkeit zum Ausgleich und seine Dialogbereitschaft habe er, vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Politik, daran mitgewirkt, dass die wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland so verändert werden konnten, dass Wertschöpfung und Arbeitsplätze am Standort Deutschland gesichert worden seien „Ob bei den Verhandlungen mit den Gewerkschaften um eine stärkere Flexibilisierung und Differenzierung der Tarifverträge oder die mittlerweile international beispielhaften flexiblen tariflichen Arbeitszeitgestaltung - Sie haben viel für den Wirtschaftsstandort Deutschland erreicht“, erklärte Oettinger. Die von Hundt mitgestalteten Rahmenbedingungen des deutschen Arbeitsmarkts seien mitursächlich, dass der Arbeitsmarkt sich trotz der schwersten Wirtschaftskrise in der Nachkriegszeit im internationalen Vergleich bis dato als ausgesprochen stabil erwiesen habe.

Neben seinen unternehmerischen und verbandspolitischen Aufgaben habe Hundt sich immer auch ehrenamtlich für den Sport, für die Wissenschaften und im sozialen Bereich engagiert. Dies gelte in besonderem Maße für seine Heimatstadt Uhingen.

Wissenschaft, Forschung und Lehre aktiv unterstützt

In zahlreichen Ehrenämtern habe sich Dr. Hundt aktiv für die Wissenschaft eingesetzt. Als Vorsitzender des Verbandes der Metallindustrie Baden-Württembergs e. V. (VMI) habe er mit dem VMI-Wissenschaftspreis den wissenschaftlichen Nachwuchs unterstützt. Mit zahlreichen wissenschaftlichen Vorträgen und der Mitwirkung in wissenschaftlichen Veranstaltungen an der Universität Stuttgart bekenne er sich zur Zusammenarbeit von Grundlagenforschung und Wirtschaftspraxis. Die Allgaier-Werke seien auch Projektpartner bei Drittmittel-Forschungsvorhaben der Universität. Für die nachhaltige Förderung von Forschung und Lehre sei ihm von der Universität Stuttgart die Würde eines Senators Ehrenhalber verliehen worden. „Dr. Hundt hat auch als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die wissenschaftliche Arbeit konstruktiv begleitet und zahlreiche Impulse für laufende und künftige Forschungsarbeiten gegeben“, erklärte Oettinger.

„Die heutige Ehrung durch Ihr Heimatland darf durchaus so verstanden werden, dass wir uns von Ihrem Rat und Ihrer Unterstützung noch einiges erhoffen. Für Ihre großen Verdienste danke ich Ihnen im Namen des Landes Baden-Württemberg“, unterstrich der Ministerpräsident.


PRESSE - INFORMATION, 20. Januar 2010

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