Bäckerei Gnauck berichtet

Worum geht es in Ihrem Projekt?

Wir backen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Brot – und ermöglichen dabei praxisnahe Einblicke in die Berufswelt.

Bereits ab der fünften Klasse kommen die ersten Gruppen zu uns, um beispielsweise Stollen zu backen. In den Klassenstufen 7 und 8 wird das Projekt im WTH-Unterricht weitergeführt, wobei neben dem Backen auch Grundlagen gesunder Ernährung vermittelt werden. Ergänzend bieten wir ein- und mehrtägige Praktika an, durch die die Jugendlichen früh den Beruf des Bäckers bzw. der Bäckerin kennenlernen.

Das Projekt zeigt Wirkung: Wir konnten bereits mehrere Auszubildende gewinnen, die über diesen Weg Interesse an unserem Handwerk entwickelt haben. Viele von ihnen hätten ohne diese frühen Einblicke vermutlich keinen Zugang zu diesem Beruf gefunden.

Ein besonderer Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit mehreren Schulen in der Region. Unterstützt werden wir dabei von engagierten Praxisberaterinnen und -beratern, die die Berufsorientierung begleiten und gemeinsam mit uns passende Lernangebote gestalten.

 

Was ist das Highlight Ihres Projekts?

Das Lächeln der Kinder, wenn sie ihr erstes selbstgebackenes Brot aus dem Ofen holen – einfach unbezahlbar!

 

Worauf sollte man als Unternehmen achten, wenn man ein ähnliches Projekt umsetzen will?

Wichtig ist, nicht sofort die Gewinnung von Auszubildenden für den eigenen Betrieb in den Fokus zu stellen, sondern zunächst Begeisterung für den Beruf zu wecken. Wenn Unternehmen ihre Tätigkeit mit Leidenschaft und Freude vermitteln, entsteht das Interesse an einer Ausbildung oft ganz von selbst.

Statt mögliche Herausforderungen in den Vordergrund zu stellen, sollten positive Erlebnisse im Mittelpunkt stehen. Wer den Beruf erlebbar und attraktiv macht, legt die Grundlage für nachhaltige Berufsorientierung.

 

Diese Dinge/Unterlagen/Regeln braucht man auf jeden Fall für die Umsetzung:

  • Einverständniserklärung der Eltern (Fotoerlaubnis und Social-Media-Nutzung)
  • Hygieneschulung für die Teilnehmenden

 

Diese Personen und Institutionen sollten mit an Bord geholt werden:

Um den Kontakt zu Schulen aufzubauen, ist eine engagierte Ansprechperson im schulischen Umfeld besonders wichtig. Praxisberaterinnen und -berater bieten sich dabei als ideale Schnittstelle an, da sie den Zugang erleichtern und die Berufsorientierung aktiv begleiten.

Da Schulleitungen oft wenig zeitliche Kapazitäten haben, empfiehlt es sich, gezielt über diese bestehenden Strukturen in die Zusammenarbeit einzusteigen.

 

Wie gelingt die Ansprache von Schulen in der Region?

Ein guter Einstieg funktioniert oft über persönliche Kontakte zur Schule – zum Beispiel über eigene Kinder oder bekannte Lehrkräfte. Ansonsten lohnt es sich, gezielt Praxisberaterinnen und -berater oder Ansprechpartnerinnen und -partner für Berufsorientierung an der Schule anzusprechen.

Wer das Ganze etwas größer und strukturierter aufziehen möchte, kann zusätzlich das Schulamt einbinden.

 

Weitere Tipps

Für den Einstieg empfiehlt es sich, mit einer Schule (und nicht mehreren) zu beginnen und die Gruppengröße bewusst klein zu halten. So kann man Erfahrungen sammeln und sich Schritt für Schritt an die Arbeit mit jüngeren Schülerinnen und Schülern herantasten. Mit der Zeit können dann Kooperationen mit weiteren Schulen aufgebaut werden.

 

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Bäckerei Gnauck